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15.05.2020, 19:22:12 / Inland

Nach Razzia bei KSK-Soldat: Hinweise auf extrem rechte Gesinnung

Polizisten bringen den KSK-Soldaten zum Haftrichter in Dresden (
Polizisten bringen den KSK-Soldaten zum Haftrichter in Dresden (14.5.2020)

Berlin. Der in Sachsen bei einer Polizeirazzia festgenommene Kommandosoldat hatte nach einem Spiegel-Bericht Kontakt zu weiteren extrem rechten Kameraden. Der zum Kommando Spezialkräfte (KSK) gehörende Oberstabsfeldwebel habe im April 2017 an einer Abschiedsparty für einen KSK-Kommandeur teilgenommen, bei dem nach einem Parcours mit Aufgaben wie dem Weitwurf von Schweineköpfen Rechtsrock gespielt und verfassungsfeindliche Symbole gezeigt worden sein sollen, berichtete das Nachrichtenmagazin. Eine Zeugin habe ausgesagt, dass der nun Beschuldigte damals gemeinsam mit anderen Elitesoldaten mit dem Hitlergruß posierte.

Die Vorgänge bei der Feier waren bereits Gegenstand umfangreicher Ermittlungen. Der Unteroffizier war seitdem im Blick des Militärischen Abschirmdienstes (MAD), der Polizei und Staatsanwaltschaft Hinweise auf Waffenversteck mit Munition und Sprengstoff bei dem Mann gegeben hatte (jW berichtete). Bei der Razzia auf seinem Privatgelände im nordsächsischen Dorf Collm wurden Plastiksprengstoff und ein Sturmgewehr AK-47 gefunden. (dpa/jW)

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