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Aus: Ausgabe vom 24.04.2020, Seite 11 / Feuilleton
Naziraubkunst

Hin und her

Sechs während der Nazizeit zwangsverkaufte Werke des Malers Max Slevogt (1868–1932) hat die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz an die Erben des früheren Eigentümers zurückgegeben. Das Gemälde »Francisco d’Andrade« (1902) sowie vier Zeichnungen und ein Aquarell seien 1982 mit einer renommierten Privatsammlung in die Moderne Galerie des Saarlandmuseums gelangt, teilte die Stiftung am Donnerstag in Saarbrücken mit. Im Zuge von Forschungen über die Herkunft des Gemäldebestandes sei man auf »die belastete Geschichte« der Slevogt-Werke gestoßen.

Ursprünglich hatten die Bilder zur Privatsammlung des jüdischen Geschäftsmanns Julius Freund gehört, der mit seiner Familie 1939 vor den Nazis nach London geflohen war. Die Werke seien an die Erben, die in Kanada lebten, zurückgegeben worden. Die Familie Freund habe es indes möglich gemacht, dass das Saarlandmuseum alle Arbeiten zurückerwerben konnte. Somit blieben diese auch weiter für die Öffentlichkeit und Forschung zugänglich, teilte die Stiftung mit. (dpa/jW)