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Verdi: Bei Amazon krank zur Arbeit

Berlin. Verdi fordert den Onlinehändler Amazon auf, mehr Rücksicht auf die Gesundheit der mehr als 20.000 Beschäftigten in Deutschland zu nehmen. »Die in einer PR-Aktion angekündigte Erhöhung der Stundenlöhne um zwei Euro wird nicht überall und nur als Anwesenheitsprämie bezahlt«, erklärte Orhan Akman, Verdi-Bundesfachgruppenleiter für den Einzel- und Versandhandel, am Freitag. »Das führt dazu, dass sich Beschäftigte in dieser Coronakrisenzeit krank zur Arbeit schleppen und damit eine Gesundheitsgefährdung für ihre Kolleginnen und Kollegen darstellen.« Das Unternehmen müsse allgemein die Gehälter erhöhen, so dass auch arbeitsunfähige Kollegen höhere Einkommen bekämen. Ein Unding sei, dass es bei Amazon selbst unter den jetzigen Bedingungen krankheitsbedingte Kündigungen gebe, so Akman. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.03.2020, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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