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»Uniter«-Mitbegründer arbeitet für Kriminalpolizei im Südwesten

Foto: Marijan Murat/dpa
Prototyp einer Kripo-Marke für Baden-Württemberg (Stuttgart, 17.12.2019)

Stuttgart. Der Mitbegründer des rechten »Uniter«-Vereins, Ringo M., arbeitet seit Kurzem für die baden-württembergische Kriminalpolizei. Das habe das Stuttgarter Innenministerium auf Anfrage des Spiegels bestätigt, wie dieser am Freitag abend online berichtete. Von 2015 bis 2019 war M. für das Landesamt für Verfassungsschutz tätig. Wegen seiner Aktivitäten in Uniter – M. war zeitweise Vorsitzender des Vereins – wurde der Beamte dem Bericht zufolge im vergangenen Frühjahr vorübergehend in eine andere Behörde versetzt.

Zu den Gründungsmitgliedern zählte neben Ringo M. auch André S., der unter dem Decknamen »Hannibal« ein hochkonspiratives rechtes Netzwerk aufgebaut haben soll. Dessen Angehörige sollen sich auf einen »Tag X« vorbereitet und dafür teils auch Waffen gehortet haben. Ringo M. ist eigenen Angaben zufolge seit Frühjahr 2019 nicht mehr Mitglied bei Uniter. Das Stuttgarter Innenministerium teilte laut Spiegel mit, bei Sicherheitsüberprüfungen habe es »keine Hinweise auf eine extremistische Gesinnung des Mitarbeiters gegeben«.

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Der »Uniter e. V.« stellt sich nach außen harmlos als Organisation zur Unterstützung von Soldaten sowie Polizei- und Justizbeamten dar. Dahinter verbirgt sich jedoch ein konspiratives Netzwerk mit Verbindungen zur militanten Neonaziszene. (jW)

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Erschienen am 07.03.2020, Inland

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