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»Panne« bei Befragung unter Polizisten

Wiesbaden. Das hessische Innenministerium hat bei einer Studie zum Ausmaß von »rechtsradikalen Umtrieben« in der Polizei Tausende Beamte von der Befragung ausgeschlossen. Darunter waren nach Auskunft der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auch sämtliche Bereitschaftspolizisten, wie der Hessische Rundfunk (HR) am Freitag online berichtete. 2.500 Polizisten seien betroffen, hauptsächlich im Polizeipräsidium Mittelhessen. Die Befragung lief von November bis Dezember, begleitet von der Universität Marburg. Laut Ministerium hatten »insgesamt rund 24 Prozent der gesamten Belegschaft« teilgenommen. Ein Ministeriumssprecher betonte laut HR, es handele sich um eine Panne der Polizeiakademie beim Versand der Einladung, die erst später aufgefallen und durch eine Datenanalyse bestätigt worden sei. Absicht sei nicht im Spiel gewesen. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.03.2020, Seite 15, Antifaschismus

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