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Altmaier für mehr Kooperation mit Russland

Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (l.) und Denis Manturow, Minister für Industrie und Handel der Russischen Föderation, am Dienstag in Berlin

Berlin. Trotz der EU-Sanktionen gegen die Russische Föderation setzt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auf einen Ausbau der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Bei einer Russland-Konferenz der deutschen Wirtschaft in Berlin betonte er am Dienstag, »dass wir zum ersten Mal seit einigen Jahren in den großen politischen Fragen wieder Hoffnung empfinden«. Der CDU-Politiker verwies vor allem auf die Fortschritte im Konflikt im Donbass, zu dem es im Dezember zum ersten Mal seit drei Jahren wieder ein Gipfeltreffen gegeben hatte.

Die Bundesregierung sei vor diesem Hintergrund »entschlossen und gewillt«, die Wirtschaftsbeziehungen zu Russland auszubauen. Altmaier bedauerte, dass es nun zusätzliche Sanktionen der USA gebe, die sich gegen die deutsch-russische Gaspipeline »Nord Stream 2« richten. Zu den von der Europäischen Union verhängten Sanktionen äußerte er sich nicht.

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Altmaier betonte, dass es eine wachsende Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen in Russland gebe und plädierte für eine Intensivierung des Dialogs zwischen beiden Ländern. Er kündigte an, dass dafür eine gemeinsame Arbeitsgruppe zur Energiepolitik eingesetzt werde. Der Bedarf an Erdgas werde wegen der Abschaltung von Kernkraft- sowie Kohlekraftwerken wachsen. (dpa/jW)

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Erschienen am 19.02.2020, Kapital & Arbeit

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