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Fußball

Tod auf Raten

Erfurt. Nach dem Aus für die Regionalligamannschaft verliert die Jugendabteilung des insolventen Fußballklubs Rot-Weiß Erfurt zur kommenden Saison den Status als Nachwuchsleistungszentrum (NLZ). Der Deutsche Fußballbund (DFB) bestätigte einen entsprechenden Bericht der Thüringer Allgemeinen. Das bedeutet u. a., dass Rot-Weiß bei künftigen Transfers ehemaliger Erfurter Talente keine Ausbildungsentschädigung mehr erhält. Laut DFB-Jugendordnung können Vereine, die in niedrigeren Klassen als der Regionalliga spielen, nur ein NLZ betreiben, wenn deren U-19- oder U-17-Mannschaften in den vergangenen drei Jahren ununterbrochen in den Juniorenbundesligen gespielt haben – ein Kriterium, das die Erfurter nicht erfüllen. Die erste Mannschaft soll in der nächsten Saison in der Oberliga Süd antreten. Zudem ist der Fortbestand der Jugendabteilung immer noch nicht finanziell gesichert. »Die vorhandenen Mittel reichen nicht, um das Leistungszentrum bis zum Saisonende aufrechtzuerhalten«, hatte Insolvenzverwalter Volker Reinhardt bereits am 1. Februar dem MDR gesagt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.02.2020, Seite 16, Sport

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