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Proteste gegen irakische Regierung weiten sich aus

Bagdad. Im Irak hat es am Sonntag wieder Proteste gegen die Regierung gegeben. Hunderte Demonstranten versammelten sich auf zwei Plätzen im Zentrum der Hauptstadt Bagdad. Sie setzten Autoreifen in Brand, um Straßen und Brücken zu blockieren, und verursachten so lange Staus. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, die Demonstranten warfen mit Steinen. Bei den Auseinandersetzungen wurden nach Angaben aus Ärzte- und Sicherheitskreisen mindestens zehn Menschen verletzt. Auch im Süden des Landes gab es am Sonntag erneut Proteste. Der Irak wird seit Oktober von einer Protestwelle erschüttert, an der sich Hunderttausende beteiligten. Fast 460 Menschen wurden seitdem getötet und mehr als 250.000 weitere verletzt. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.01.2020, Seite 1, Ausland

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