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Iran: EU-Trio opferte Reste des Atomabkommens

Teheran. Der Iran hat Deutschland, Frankreich und Großbritannien vorgeworfen, die »Reste« des Internationalen Atomabkommens ihren Wirtschaftsinteressen geopfert zu haben. Die drei Länder »haben die Reste verkauft, um neue Zölle von Trump zu verhindern«, erklärte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am Donnerstag auf Twitter. Er reagierte damit auf einen Bericht der Washington Post, wonach die US-Regierung mit Strafzöllen auf Autos drohte, um die Europäer zur Aktivierung des Streitschlichtungsmechanismus des Abkommens zu drängen. Das EU-Trio hatte sich am Dienstag entschlossen, diesen Mechanismus auszulösen, der ein mehrstufiges Verfahren mit zahlreichen Fristen vorsieht und mehrere Monate dauern kann. Letztlich kann er ohne Einigung mit dem Iran zur Wiedereinführung von UN-Sanktionen gegen Teheran führen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.01.2020, Seite 1, Ausland

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