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30.12.2019, 19:00:12 / Kapital & Arbeit

Call-Center-Betreiber von Thomas Cook verkauft

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Frankfurt am Main. Der insolvente deutsche Reiseanbieter Thomas Cook hat einen weiteren Geschäftsteil abgestoßen. Die Call-Center-Tochter GfR mit gut 500 Beschäftigten gehe an einen Fonds, der von der Münchner Beteiligungsgesellschaft DUBAG beraten werde, teilten die Unternehmen am Montag in Frankfurt am Main mit. Der Verkauf sei vor Weihnachten vollzogen worden, eine Zustimmung der Kartellbehörden war demnach nicht nötig. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Der Fonds wolle das Geschäft der Gesellschaft für Reisevertriebssysteme (GfR) samt dem bestehenden Management weiterführen, hieß es. Der Call-Center-Betreiber mit Standorten in Berlin und Bochum bekomme aber einen Manager der DUBAG-Gruppe zur Seite gestellt. Das Münchner Unternehmen berät und verwaltet Beteiligungsfonds mit Geldern, die von Großanlegern kommen. Nach Verhandlungen mit vielen Interessenten habe man einen »finanzstarken Investor« gefunden, sagte Thomas-Cook-Insolvenzverwalter Ottmar Hermann.

Die GfR betreut als Call-Center-Betreiber die Kunden von Online-Reiseportalen, mobilen Reisevermittlern und Reisebüros und erzielte den Angaben zufolge 2018 einen Umsatz von 27 Millionen Euro. (dpa/jW)

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