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Aus: Ausgabe vom 25.11.2019, Seite 15 / Politisches Buch

Neu erschienen

Analyse und Kritik

Im Novemberheft der Zeitung für linke Debatte und Praxis schaut Bernard Schmid ein Jahr nach Beginn der Protestaktionen auf die »Gelbwesten« in Frankreich. Diese seien eher eine Avantgarde- als eine Massenbewegung. Die Teilnehmerzahlen reichten nicht an die der Streikbewegungen von 1995, 2003, 2006 und 2010 heran. Allerdings seien die »Gelbwesten« in allen Landesteilen präsent, und es fehle eine etablierte Leitung, von der »die Bewegung eingehegt und beruhigt hätte werden können«. Sie sei auch deshalb in kurzer Zeit erfolgreicher gewesen »als alle gewerkschaftlichen Massenproteste der Jahre zuvor«. Nelli Tügel findet, dass die EU von dem chaotischen Verlauf des britischen Austritts profitiere, auch wenn sie ihn öffentlich beklage. Miriam Lang schreibt über die jüngsten Massenproteste in Ecuador. Mit dem Widerstand gegen den geplanten Karstadt-Neubau am Hermannplatz in Berlin-Neukölln beschäftigt sich Yasar Ohle. Hier plant der Signa-Konzern des österreichischen Milliardärs René Benko, das riesige, im April 1945 gesprengte Kaufhausgebäude aus den 1920er Jahren wiederzuerrichten. Das Projekt dürfte, falls umgesetzt, die angelaufene Gentrifizierung im Norden Neuköllns weiter beschleunigen. (jW)

Analyse und Kritik. Zeitung für linke Debatte und Praxis, Jg. 49/Nr. 654, 36 Seiten, 4,80 Euro, Bezug: AK, Rombergstr. 10, 20255 Hamburg, E-Mail: vertrieb@ak-web.de

Friedensforum

Sarah Gräber und Philipp Ingenleuf schreiben in der Zeitschrift der Friedensbewegung über die Kampagne gegen die Rekrutierung von Minderjährigen für die Bundeswehr. Die BRD gehöre trotz wiederholter Ermahnungen durch den UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes weiterhin zu den wenigen Staaten, die Minderjährige für ihre Streitkräfte rekrutieren. 2017 hat die Bundeswehr rund 2.100 Freiwillige angeworben, die noch keine 18 Jahre alt waren. Reiner Braun informiert über den von der großen Mehrheit der Bevölkerung getragenen Widerstand gegen die US-Stützpunkte auf den japanischen Okinawa-Inseln. Auf der Hauptinsel wird Natur nicht nur durch den allgegenwärtigen Stacheldraht zerstört, »Kriminalität ist alltäglich, 23 militärische Unfälle passieren im Monatsdurchschnitt«. Heftschwerpunkt sind Beiträge zum Thema »Kirchen und Friedensfrage«. (jW)

Friedensforum. Zeitschrift der Friedensbewegung, Jg. 32, Nr. 6/2019, 51 Seiten, 4,50 Euro, Bezug: Netzwerk Friedenskooperative, Römerstr. 88, 53111 Bonn, E-Mail: friekoop@friedenskooperative.de

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