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Klage wegen Dammbruch gegen TÜV Süd

München. Hinterbliebene von Opfern einer verheerenden Schlammlawine nach einem Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brumadinho in Brasilien haben den TÜV Süd und einen seiner Manager angezeigt. Die Staatsanwaltschaft München I bestätigte am Donnerstag den Eingang der Strafanzeige. Am 25. Januar brach ein Damm, der zuvor vom TÜV untersucht worden war. Mindestens 240 Menschen kamen ums Leben. Dem Beschuldigten wird laut Staatsanwaltschaft Bestechung, fahrlässiges Herbeiführen einer Überschwemmung und fahrlässige Tötung durch Unterlassung vorgeworfen. Die Hinterbliebenen werden vom katholischen Hilfswerk Misereor und dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) unterstützt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.10.2019, Seite 9, Kapital & Arbeit

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