-
14.10.2019
- → Inland
Halle: Laut BKA schon 2018 »hohe« Gefährdung
Halle/Saale. Das Bundeskriminalamt hat laut einem Medienbericht bereits 2018 vor einem neonazistischen Anschlag wie in Halle gewarnt. Laut einer internen Lageeinschätzung vom 5. Juni 2018 gebe es eine »hohe« Gefährdung. Demnach müsse »jederzeit« mit einem Anschlag eines »selbstradikalisierten Einzeltäters« gerechnet werden, berichtete Bild am Sonntag. Der Neonazi Stephan Balliet ist unterdessen in der JVA Halle laut einem Bericht von Bild getrennt von anderen Gefangenen untergebracht worden. Ein Grund dafür sei, dass die Behörden mit Racheakten von in der JVA einsitzenden Anhängern des Fußballklubs Hallescher FC rechneten. Der von Balliet am Mittwoch erschossene Mann habe zum »harten Kern« der Fanszene gehört. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!