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Leichtathletik

Um die Kohle

Doha. »Wenn es mal Funktionäre geben würde, die sich um die Sportler und nicht um die Kohle kümmern, wäre die WM wohl in ein Land vergeben worden, in dem es nicht so abartig hohe Temperaturen gibt«, sagte der Offenburger Speerwerfer Johannes Vetter vor dem heutigen Auftakt der Leichtathletik-WM im Sklavenhalteremirat Katar. Temperaturen von deutlich über 40 Grad sind da zur Zeit nichts Besonderes. Speerwerfer Vetter geht als Titelverteidiger an den Start. Eine vergleichbare Favoritenrolle hat im deutschen Team nur noch Weitspringerin Malaika Mihambo (Heidelberg). Alles andere als das erste deutsche Grubengold seit dem von Heike Drechsler im Jahr 1993 wäre für die 25jährige »in gewisser Weise natürlich schon« eine Enttäuschung. Überschattet werden die Titelkämpfe von Korruptionsvorwürfen an den Weltverband, die dessen britischer Präsident Sebastian Coe routiniert weglächelt. Auch die Reihe der Dopingskandale reißt nicht ab, zuletzt kam einer aus Kenia dazu. Der russische Verband ist nach wie vor suspendiert, US-Sprintstar Christian Coleman aber darf trotz dreier verpasster Dopingtests starten. (sid/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.09.2019, Seite 16, Sport

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