-
16.09.2019
- → Kapital & Arbeit
US-Opioidkrise: Pharma-Konzern verschleiert
New York. Um das Ausmaß ihres Vermögens zu verschleiern, hat die Eigentümerfamilie des US-Pharmakonzerns Purdue offenbar versucht, mindestens eine Milliarde US-Dollar in die Schweiz zu transferieren. Das sei im Rahmen von Ermittlungen gegen »Purdue Pharma L. P.«, das im Zentrum der sogenannten Opioidkrise in den USA steht, aufgeflogen, wie die New Yorker Staatsanwältin Letitia James am Freitag (Ortszeit) mitteilte. Am Mittwoch hatten sich rund 20 US-Bundesstaaten und Tausende Gemeinden auf einen Vergleich und Entschädigungszahlungen mit dem Konzern geeignet. Der Bundesstaat Connectictut, in dem die Firmenzentrale ansässig ist, lehnte dies mit der Begründung ab, dass Purdue damit den für Oktober angesetzten Prozess mit fast 2.300 anhängigen Klagen verhindern wolle. Das vom Konzern vertriebene Schmerzmittel Oxycontin wird mitverantwortlich für die Opioidkrise gemacht. Allein im Jahr 2017 gab es den Behörden zufolge landesweit rund 47.600 Todesfälle. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!