Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Dienstag, 17. September 2019, Nr. 216
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Aus: Ausgabe vom 14.09.2019, Seite 15 / Geschichte

Anno … 38. Woche

1934, 18. September: Auf Einladung von 30 Mitgliedsstaaten tritt die Sowjetunion dem Völkerbund bei. Ihr Ziel ist es, den Bund gegen die faschistische Aggressionspolitik und für die Schaffung eines kollektiven Sicherheitssystems zu mobilisieren. Diese Bemühungen scheitern vor allem am Widerstand Großbritanniens und Frankreichs. Ende 1939 gelingt es den Westmächten, das sozialistische Land auszuschließen.

1939, 15./16. September: Die faschistische Wehrmacht richtet in Przemysl im besetzten Polen ein Massaker an. Sondereinheiten töten zirka 600 polnische Juden und brennen beide Synagogen nieder. Später ziehen sich die deutschen Truppen entsprechend dem Zusatzabkommen zum Nichtangriffspakt mit der UdSSR über den San zurück und die Stadt wird am 28.9. der Sowjetarmee übergeben.

1944, 19. September: Die Sowjetunion und Finnland schließen im Beisein von Vertretern Großbritanniens ein Waffenstillstandsabkommen ab. Die herrschenden Kreise in Finnland hatten zuvor ihre Kollaboration mit Hitlerdeutschland aufgegeben. Finnland verpflichtet sich im Abkommen, seine Armee auf Friedensstärke zu reduzieren, Organisationen faschistischen Typs aufzulösen, der Sowjetunion das Gebiet von Porkkala in der Nähe Helsinkis als Flottenstützpunkt zu verpachten und für die der UdSSR zugefügten Kriegsschäden mit Reparationen in Höhe von 300 Millionen US-Dollar aufzukommen.

1949, 20. September: Nach den Wahlen zum ersten Bundestag am 14. August 1949 bildet sich am 20. September die erste Regierung Westdeutschlands, eine Koalition zwischen CDU/CSU, FDP und DP. Fünf Tage zuvor war der Christdemokrat Konrad Adenauer zum Bundeskanzler gewählt worden. In der Regierungserklärung wirbt er für die sogenannte soziale Marktwirtschaft, ein wichtiges außenpolitisches Ziel der Regierung ist die Rückgewinnung der ehemals deutschen Ostgebiete.

1994, 19. September: Die USA intervenieren mit der Stationierung von Soldaten in Haiti, um den Armenpriester Jean-Bertrand Aristide wieder ins Präsidentenamt einzusetzen, aus dem er 1991 von Militärs verdrängt worden war. Aristide darf sein Amt allerdings nur unter der Bedingung wieder antreten, dass er seine Politik mit IWF und Weltbank abstimme und sich an die Regeln der Marktwirtschaft halte.

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