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Schäuble mäkelt an »Nord Stream 2« herum

Berlin. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) kann angeblich die Bedenken der östlichen Nachbarn Deutschlands gegen die Erdgasleitung »Nord Stream 2« nachvollziehen. »Die Sichtweise unserer östlichen Nachbarn übergangen zu haben, gehört nicht zu den Glanzpunkten deutscher Politik und hat viel Vertrauen zerstört«, schreibt Schäuble im Springer-Medium Die Welt (Sonnabend). Zugleich merkte er an: »Das Projekt auf Umwegen zu sabotieren, ist aus gesamteuropäischer Sicht trotzdem keine vernünftige Lösung.«

Den Planungen zufolge soll die Ostseepipeline Ende des Jahres betriebsbereit sein. Die Bundesregierung steht anscheinend hinter dem Projekt. Doch die Konkurrenz hat eine breite Kampagne am Laufen: Die USA (wollen ihr Frackinggas in der EU absetzen), Polen und Ukraine (keine Transitgebühren mehr) kritisieren den Bau wegen einer »zu großen Abhängigkeit von russischem Gas«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.09.2019, Seite 9, Kapital & Arbeit

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