Zum Inhalt der Seite
Rassismus

Endlich Einsatz?

Rom. Nach der rassistisch motivierten Attacke gegen Romelu Lukaku von Inter Mailand haben der italienische Fußballverband (FIGC) und die Liga den Schulterschluss geübt. Die Liga kündigte für Oktober eine großangelegte Antirassismuskampagne an, an der sich alle 20 Klubs aus der Serie A beteiligen werden. »Jeder muss sich einsetzen, um in den italienischen Stadien Rassismus zu bekämpfen«, sagte Ligachef Gaetano Miccichè. In der Partie bei Cagliari Calcio (2:1) war Lukaku von Anhängern der Sarden attackiert worden. Kurz vor der Ausführung eines Elfmeters wurde der Belgier mit Affenlauten bedacht. Der Stürmer ließ sich jedoch nicht irritieren und erzielte den Siegtreffer. Rassistische Beleidigungen gehören schon lange zum Alltag in italienischen Stadien, wogegen die Liga bislang nur halbherzig vorging. (sid/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 04.09.2019, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!