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Urteil nach Dammbruch in Brasilien

Brasilia. Knapp ein halbes Jahr nach dem verheerenden Dammbruch am Rückhaltebecken einer Eisenerzmine im ostbrasilianischen Brumadinho hat ein Gericht den Bergbauriesen Vale dazu verurteilt, für alle Schäden aufzukommen. Das Gericht im Bundesstaat Minas Gerais legte am Dienstag aber vorerst keine Schadenssumme fest. Diese könne noch nicht beziffert werden, erklärte Richter Elton Pupo Nogueira. Es gehe nicht nur um die Todesopfer, sondern auch um Umwelt- und Wirtschaftsschäden. Zugleich erhielt das Gericht das Einfrieren von elf Milliarden Reais (rund 2,6 Milliarden Euro) von Vale für künftige Entschädigungszahlungen aufrecht. Nach dem Dammbruch am 25. Januar war auch der TÜV Süd in die Kritik geraten, dessen Tochterfirma die Anlage im September 2018 geprüft hatte. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.07.2019, Seite 9, Kapital & Arbeit

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