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Whistleblower darf vorerst Soldat bleiben

Berlin. Das Verteidigungsministerium hat die geplante »unehrenhafte« Entlassung des Whistleblowers Patrick J. vorerst gestoppt. Das gehe aus einem Schreiben des Personalamts der Bundeswehr hervor, welches die Süddeutsche Zeitung (Dienstagausgabe) einsehen konnte. Der 30jährige Unteroffizier hatte demnach so viele vertrauliche Hinweise auf rechte Umtriebe abgegeben wie noch kein Bundeswehrsoldat zuvor. Auf eigene Initiative habe J. ein Dossier mit rechtsradikalen Äußerungen von mehr als einhundert anderen Soldaten angelegt und dem Militärischen Abschirmdienst (MAD) übergeben. Das Personalamt hatte viele seiner Vorwürfe jedoch für »haltlos« erklärt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.06.2019, Seite 15, Antifaschismus

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