Gegründet 1947 Sa. / So., 16. / 17. Februar 2019, Nr. 40
Die junge Welt wird von 2161 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 04.02.2019, Seite 15 / Politisches Buch

Neu erschienen

Rotfuchs

Die Februarausgabe der monatlich erscheinenden Tribüne für Kommunisten und Sozialisten in Deutschland dokumentiert den Antrag »Für friedliche Beziehungen zu Russland« an den Parteitag von Die Linke (22. bis 24. Februar in Bonn) sowie die Erklärung der Partei zu Flucht und Migration. Ekkehard Lieberam und Andreas Wehr äußern sich zur Aktualität von Marx. Außerdem: Die Erstveröffentlichung eines ausführlichen Briefes, den Eberhard Esche 2001 an Horst Joachimi über Gegenwart und Theater schrieb. Der Schauspieler schildert darin die Verfolgung eines verschreckten Hirsches durch ein Reh auf einem brandenburgischen Acker und meint, auch die Gesellschaft sei der »Heimsuchung« ausgesetzt, »unnatürlichen Gesetzen mehr zu folgen als natürlichen«. (jW)

Rotfuchs, Februar 2019, 32 Seiten, kostenlos, Spende erbeten. Bezug: Rainer Behr, Postfach 021219, 10123 Berlin, Tel.: 030/98389830, E-Mail: vertrieb@rotfuchs.net

International

Matin Baraki fragt sich in der Wiener Zeitschrift für internationale Politik, ob es zu einem Krieg gegen den Iran kommt. Mit John Bolton als Sicherheitsberater und Michael Pompeo als Außenminister seien jedenfalls »radikale Verfechter« eines »Regime-Change« in Teheran an Schlüsselpositionen der Trump-Administration gerückt. Allerdings wüssten auch die US-Amerikaner, dass der Krieg des Irak gegen den Iran in den 1980er Jahren das »in einer tiefen Krise steckende Mullah-Regime« erst wieder stabilisiert habe. Ein ähnlicher Zusammenschluss der Iraner gegen einen Angriff von außen sei heute erst recht wahrscheinlich, da jeder im Iran genau wisse, dass die US-Interventionen »Chaos und Zerstörung« nach Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien gebracht haben.

Hat es das »liberale Weltsystem«, das seit Trump angeblich in der Krise ist, überhaupt je gegeben? Wendelin Ettmayer bezweifelt das. Diese »regelbasierte Ordnung« sei immer schon eine idealistische Fiktion gewesen. Die Führungsmacht des »liberalen Westens« nehme spätestens seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion für sich in Anspruch, »über allen Regeln und Gesetzen zu stehen« und »nach Belieben« Kriege führen zu können.

Martin Konecny warnt vor einem »TTIP light«-Handelsabkommen zwischen der EU und den USA. Verhandlungen liefen seit dem Sommer 2018. Womöglich diene das beiderseits des Atlantiks befeuerte »Schreckgespenst« eines Handelskrieges ja dazu, die »Dynamik für einen Deal« zu erzeugen. (jW)

International. Die Zeitschrift für internationale Politik, Nr. 4/2018, 66 Seiten, 7,50 Euro, Bezug: Arbeitsgemeinschaft Internationale Publizistik, Laaer-Berg-Str. 43, A-1100 Wien, E-Mail: office@international.or.at

Regio:

Mehr aus: Politisches Buch