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MAD-Offizier im Fall Franco A. vor Gericht

Köln. Ein Oberstleutnant des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) muss sich ab 20. März vor dem Amtsgericht Köln wegen Geheimnisverrats im Fall des rechtsextremen Bundeswehr-Soldaten Franco Albrecht verantworten. Dem 42jährigen Offizier werde vorgeworfen, Verdächtige aus dem Dunstkreis von Albrecht vor bevorstehenden Durchsuchungen des Generalbundesanwalts gewarnt zu haben, wie das Amtsgericht Köln am Dienstag mitteilte. Der MAD hat seinen Sitz in Köln. Der aus Offenbach stammende Oberleutnant Albrecht soll laut Anklage aus einer rechtsextremen Gesinnung heraus einen Anschlag auf Politiker oder eine Menschenrechtsaktivistin vorbereitet haben. Dazu soll er sich Waffen, Munition und Sprengkörper beschafft haben – teils aus Beständen der Bundeswehr. Für das Verfahren gegen den MAD-Offizier sind drei Verhandlungstage angesetzt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.01.2019, Seite 1, Inland

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