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Nach Datenklau: Polizist verschickte Drohbriefe

Berlin. Ein Berliner Polizist hat offenbar unter Zuhilfenahme von illegal entwendeten Daten Drohbriefe an mehrere Personen verschickt. Benutzt worden seien unter anderem Wohnadressen und Fotos aus einer polizeilichen Datenbank. Das geht aus Informationen des ARD-Magazins »Kontraste« hervor, die am Freitag bekannt wurden. In den Briefen sei gedroht worden, die persönlichen Daten an »die Identitären« oder »die ANs« – gemeint sind Autonome Nationalisten – weiterzuleiten. Dabei handele es sich offenbar um eine Reaktion auf die Veröffentlichung von Porträtfotos von Polizisten, die von der Räumung des linken Zentrums in der Rigaer Straße stammen. Der Beamte habe inzwischen einen Strafbefehl über 3.500 Euro akzeptiert – verhängt wegen Verstoßes gegen das Berliner Datenschutzgesetz, weswegen er nicht als vorbestraft gilt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.12.2018, Seite 2, Inland

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