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Aus: Ausgabe vom 13.11.2018, Seite 15 / Betrieb & Gewerkschaft

Mindestvergütung für Azubis nur 504 Euro

Berlin. Die von der Bundesregierung geplante Mindestvergütung für Azubis sollte nach Ansicht von Bildungsministerin Anja Karliczek bei 504 Euro (brutto) starten. Sie wolle die Untergrenze an das »Schüler-BAföG« koppeln, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag beim Tag der Berufsbildung des Gewerkschaftsbunds DGB. Im zweiten Ausbildungsjahr sollen fünf Prozent dazukommen, im dritten zehn Prozent und im vierten 15 Prozent, jeweils ausgehend vom ersten Jahr.

Der DGB hält das für zu wenig. Schon heute lägen nahezu sämtliche Vergütungen für Azubis weit oberhalb der 504 Euro, sagte die DGB-Vizevorsitzende Elke Hannack. »Da muss noch eine kräftige Schippe drauf«, forderte sie. Bei der Vorstellung der DGB-Ausbildungsreports Ende August verlangte der Dachverband seinerseits gerade einmal 635 Euro für das erste Ausbildungsjahr. (dpa/jW)

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