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Aus: Ausgabe vom 27.10.2018, Seite 15 / Geschichte

Anno … 44. Woche

1918, 29./30. Oktober: Nachdem die vor Wilhelmshaven liegende Deutsche Flotte den Befehl zum Auslaufen erhalten hat, kommt es auf zahlreichen Schiffen des III. Geschwaders zu Befehlsverweigerungen und Sabotageakten. Mehre hundert Marinesoldaten werden festgenommen. In den Heimathafen Kiel zurückgekehrt, übernehmen die kurz zuvor gebildeten Soldatenräte die Macht in der Stadt. Der Kieler Matrosenaufstand ist das Startsignal für die folgende Revolution, die die Herrschaft der Hohenzollern beendet.

1918, 28./30. Oktober: Der im Juli aus bürgerlichen Parteien und Sozialdemokraten gebildete tschechische Nationalausschuss proklamiert in Prag die unabhängige Tschechoslowakische Republik. Zwei Tage später nimmt der Slowakische Nationalrat in der Stadt Turciansky eine Deklaration über den Beitritt der Slowakei zu einem einheitlichen tschechoslowakischen Staat an.

1918, 30. Oktober: Mit der Unterzeichnung des ­Waffenstillstands von Mudros zwischen den Ententestaaten und dem Osmanischem Reich scheidet die Türkei aus dem Ersten Weltkrieg aus. Das Abkommen sieht u. a. die Öffnung der Meerengen für alliierte Schiffe und eine ­Auslieferung der türkischen Flotte an Großbritannien vor.

1958, 30. Oktober: In Westberlin verhaftet die Politische Polizei unter dem Vorwurf des Landesverrats den Chefredakteur der Zeitschrift SOS, Manfred Röhling, sowie fünf seiner Mitarbeiter. Die Verlags- und Redaktionsräume des Organs der Deutschen Friedensgesellschaft, das sich für eine Verständigung mit der DDR einsetzt, werden durchsucht. Das Erscheinen des Blattes ist damit de facto beendet. Zu einem Prozess kommt es allerdings nicht, alle Verfahren werden eingestellt.

1993, 1. November: Mit dem Inkrafttreten des im Februar 1992 unterzeichneten Vertrags von Maastricht wird die Europäische Union als übergeordnete Institution gegründet. Er tritt an die Stelle der seit 1957 geltenden Römischen Verträge und regelt neben der sogenannten Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik sowie der vertieften Zusammenarbeit in der Innen- und Rechtspolitik auch die sogenannte Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, in deren Rahmen 1999 der Euro als gemeinsame Währung eingeführt wird.

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