Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Freitag, 24. Mai 2019, Nr. 119
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Aus: Ausgabe vom 22.10.2018, Seite 15 / Politisches Buch

Neu erschienen

Tarantel

Götz Brandt und Karsten Färber versuchen sich an einem Überblick über die Strömungen und Zusammenschlüsse in der Linkspartei. Die könne man inhaltlich »grob« zwei Lagern zuordnen: Das eine strebe eine »Integration in das kapitalistische System« an, das andere dessen »Abschaffung«. Die Ökologische Plattform gehöre zum zweiten: »Eine ›grüne Marktwirtschaft‹ bleibt dem Kapitalismus verhaftet und damit dem Profit und der Konkurrenz. Eine sozialökologische Wende ist im Kapitalismus nicht möglich.« (jW)

Tarantel, Nr. 82 (September 2018), 32 Seiten, kostenlos, Bezug: Ökologische Plattform bei der Partei Die Linke, Kleine Alexanderstr. 28, 10178 Berlin, E-Mail: tarantel@oekologische-plattform.de

Sozialismus

Der britische Wirtschaftshistoriker Adam Tooze konstatiert, dass es zehn Jahre nach der Finanzmarktkrise von 2008 »keinen Konsens« über ihre Bewertung gebe: »Es sind verkürzte Narrative entstanden, die diesen oder jenen Aspekt der Krise hervorheben, aber wichtige Elemente der Geschichte weglassen oder vergessen haben.« Insbesondere würden Ausmaß und Bedeutung der Intervention der US-Notenbank verkannt. Die habe »Dollar-Liquidität in unbegrenzter Menge« zur Verfügung gestellt und damit das globale Finanzsystem vor dem totalen Zusammenbruch gerettet. Christoph Butterwegge untersucht die Funktion von Demographie und Bevölkerungspolitik im Programm der AfD. Friedrich Steinfeld hat nach der Lektüre von Thilo Sarrazins jüngstem Buch keine Zweifel mehr, wie dieser Mann, der immer noch SPD-Mitglied ist, politisch tickt: »neoliberal und rechtsextrem«. (jW)

Sozialismus, Nr. 10/2018, 65 Seiten, sieben Euro, Bezug: Sost e. V. (Redaktion ­Sozialismus), St. Georgs Kirchhof 6, 20099 Hamburg, E-Mail: abo@sozialismus.de

International

Leo Gabriel schreibt über den linken Wahlsieger López Obrador in Mexiko: Viele Mexikaner verbänden damit »zum allerletzten Mal« die Hoffnung auf das Ende eines »langen Alptraums«. Die Regierung Orbán in Ungarn könne unter den Bedingungen des von ihr geschaffenen »Systems der nationalen Zusammenarbeit« bei Wahlen nicht mehr besiegt werden, findet József Bayer. (jW)

International. Die Zeitschrift für internationale Politik, Nr. 3/2018, 66 Seiten, 7,50 Euro, Bezug: Arbeitsgemeinschaft Internationale Publizistik, Laaer-Berg-Str. 43, A-1100 Wien, E-Mail: office@international.or.at

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