-
30.08.2018
- → Medien
DJV-Chef beklagt verbale Gewalt
Berlin. Behinderungen der Arbeit von Fotografen und Kameraleuten bei Demonstrationen gibt es nach Einschätzung des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) regelmäßig. Eine neue Masche sei, dass Demonstranten sich dafür mit dem Hinweis an die Polizei wendeten, sie würden illegal gefilmt, zitierte die Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch den DJV-Vorsitzenden Frank Überall. »Daneben ist verbale Gewalt für die Kolleginnen und Kollegen vor allem bei Rechtsaußen-Demonstrationen mittlerweile Alltag.«
Er gehe fest davon aus, dass hinter solchen Versuchen ein System stehe, die Polizei dazu zu bringen, Journalisten am Filmen zu hindern. Überall sagte: »Schließlich lehnen die Radikalen der rechten Szene das demokratische System ab – weshalb sie die Medien nicht nur gerne als ›Lügenpresse‹, sondern auch als ›Systempresse‹ verspotten.« (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
