Zum Inhalt der Seite

»Sympathiebeweise a priori«

Jetzt vernetzen! Heute: junge Welt und »Deutscher Herbst« (5)

Von Jean-Paul Sartre

Jean-Paul Sartre, französischer Philosoph und Schriftsteller:

Am 4. November 1974 besuchte der französische Philosoph und Schriftsteller Jean-Paul Sartre (1905–1980) Andreas Baader im Gefängnis Stuttgart-Stammheim.
Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg und frühere Marinerichter der faschistischen deutschen Wehrmacht Hans Filbinger erklärte damals: »Ich möchte sagen, der Besuch von Sartre bei dem Häftling ist ... eine Instinktlosigkeit gegenüber der deutschen Bevölkerung, welche die verbrecherischen Aktivitäten der Baader-Meinhof-Bande mit großem Abscheu ablehnt.«

Sartre äußerte: »Ich tue dies nicht nur, um mich zu informieren. Bei Aktionen der Linken ist es geboten, sich zu treffen und Sympathiebeweise zu erbringen. Sympathiebeweise a priori.«

Anzeige

Ideen, Anregungen und Beiträge
an das junge Welt-Aktionsbüro
Stichwort: »vernetzen«

Telefon: 030/53 63 55-10
E-Mail: verlag@jungewelt.de

Weitere Infos:

http://www.jungewelt.de/aktion/


→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 22.11.2002, Seite 8, Aktion

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Pressefreiheit schützen, Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!