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»SS-Siggi« ist jetzt »Mutter gegen Gewalt«

Bottrop. Der Dortmunder Neonazi Siegfried Borchardt, dem seine Kumpane einst im rechten Fußballfanklub »Borussenfront« den Spitznamen »SS-Siggi« gaben, ist heute nicht nur in der Kleinpartei »Die Rechte« aktiv. Auch bei einer Initiative mit dem harmlos klingenden Namen »Mütter gegen Gewalt« in Bottrop durfte Borchardt am Sonntag mitmarschieren. Etwa 1.000 zum Teil sehr männlich wirkende »Mütter« hatten dort unter dem Vorwand, sich für Frauenrechte einzusetzen, gegen die Aufnahme von Flüchtlingen protestiert. Sie schwenkten dabei Deutschlandfahnen und verwiesen mit dem Slogan »Kandel ist überall« auf den Mord an einer 15jährigen durch ihren afghanischen Exfreund im rheinland-pfälzischen Kandel. Ein Foto von »SS-Siggi« Borchardt auf der Demonstration verbreitete der Ortsverband der Partei Die Linke Bottrop anschließend in sogenannten sozialen Netzwerken. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2018, Seite 15, Antifaschismus

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