Aus: Ausgabe vom 31.01.2018, Seite 15 / Antifa

Aufständischer von Sobibor gestorben

Berlin/Kiew. Einer der letzten bekannten Überlebenden des Häftlingsaufstands im deutschen Vernichtungslager Sobibor ist tot. Das teilte die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas am Montag in Berlin mit. Demnach starb Arkadi Moissejewitsch Waispapir bereits am 11. Januar dieses Jahres in Kiew. Er wurde 96 Jahre alt. Der 1921 in der Südukraine geborene Waispapir war den Angaben zufolge als Soldat der Roten Armee in Kriegsgefangenschaft geraten. Er wurde nach Sobibor verschleppt und zunächst den sogenannten Arbeitshäftlingen zugeordnet. Unter den Häftlingen bildete sich eine Widerstandsgruppe, die einen Ausbruch aus dem Lager plante. Laut der Stiftung gehörte Waispapir zu acht Häftlingen, die unter der Führung des ebenfalls sowjetischen Juden Alexander Petschjorski (1909–1990) den Aufstand planten und mit vorbereiteten. Dieser jährt sich im kommenden Oktober zum 75. Mal. (dpa/jW)

Das junge Welt-Sommerabo

Lesen Sie drei Monate die gedruckte Ausgabe der Tageszeitung junge Welt! Das Abo kostet 62 Euro statt 115,20 Euro und endet automatisch, muss also nicht abbestellt werden. Dazu erhalten Sie das Buch »Marx to go« aus dem Verlag Neues Leben. Dieses Angebot ist nur bestellbar bis 24. September 2018.

Mehr aus: Antifa
  • Buchvorstellung: NSU-Nebenklageanwalt Mehmet Daimagüler über die verweigerte Wiederherstellung des Rechtsfriedens
    Claudia Wangerin
  • Bundesanwaltschaft fordert 3,5 Jahre für Betreiber der »braun-zensierten« Nachrichtenplattform
    Sebastian Lipp, Stuttgart