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Milliarden Euro in Tresoren

Frankfurt am Main. Finanzhäuser in Deutschland bunkern nach Angaben der Bundesbank wegen der Strafzinsen weiterhin Milliarden Euro in Tresoren. »Aktuell werden noch immer knapp über zehn Milliarden Euro von Kreditinstituten als Bargeld gehortet, um Negativzinsen zu entgehen«, sagte Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele. Eine weitere Zunahme sei nicht auszuschließen – allerdings beschränkt durch Tresorkapazitäten. Einem generellen Trend widersprach unter anderem ein Sprecher des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR): »In der Praxis ist das nicht im großen Stil zu beobachten.« Finanzhäuser müssen derzeit 0,4 Prozent Strafzinsen – im Fachjargon Einlagefazilität – zahlen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.01.2018, Seite 9, Kapital & Arbeit

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