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Aus: Ausgabe vom 29.12.2017, Seite 10 / Feuilleton

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Um Originalstücke aus dem Nachlass des Dichters Heinrich von Kleist (1777–1811) kaufen zu können, hat das Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) eine ungewöhnliche Spendenaktion gestartet. Bis zum Jahresende 2017 vermittelt das Museum unter dem Motto »Ein Stück Kleist« Patenschaften für Wörter, Zahlen und Satzzeichen eines Briefes, den Kleist 1803 in Leipzig an seine Halbschwester Ulrike in Frankfurt (Oder) geschrieben hat. Es geht dabei um sieben Kleist-Zeilen am Ende eines dreiseitigen Briefes, der mehr als 100 Jahre lang als verschollen galt und erst kürzlich aus Privatbesitz in ein Wiener Antiquariat gelangte. Zwei Gutachten belegten die Echtheit des Briefabschnitts, der 35.000 Euro kosten soll. Weil das Museum keinen Aufkaufetat hat, sollen nun Kleist-Interessierte für 35 bis 150 Euro Pate werden. Sie erhalten ein Faksimile des Briefabschnittes inklusive einer Umschrift. (dpa/jW)

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