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Gouverneurin in ­Afghanistan abgesetzt

Kabul. Afghanistans einzige Provinzgouverneurin hat ihren Posten an einen Mann verloren. Die Regierung der Provinz Daikundi nannte am Mittwoch keinen Grund für die Ablösung von Masuma Muradi, betonte aber, dass der Schritt »nichts mit Vorbehalten gegen Frauen« zu tun habe. Muradi hatte schon seit ihrer Ernennung durch Präsident Aschraf Ghani vor zwei Jahren in der abgelegenen zentralafghanischen Region mit großem Widerstand islamischer Kreise und politischer Gegner zu kämpfen.

Der Regierung in Kabul gehören derzeit zwei Ministerinnen an, zudem gibt es noch eine stellvertretende Provinzgouverneurin und zwei Distriktgouverneurinnen. Vor Muradi hatte es schon einmal eine Provinzgouverneurin gegeben. Präsident Ghani hatte sie aber auf Druck konservativ-religiöser Kreise abgesetzt. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.09.2017, Seite 15, Feminismus

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