Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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Aus: Ausgabe vom 09.09.2017, Seite 15 / Geschichte

Anno … 37. Woche

1907, 15.–21. September: Knapp ein Monat nach dem Internationalen Sozialistenkongress in Stuttgart tagt die SPD in Essen. Auf dem Parteitag gibt es harte Auseinandersetzungen zur Haltung zum Krieg und zur Kolonialpolitik. Die Mehrheit stimmt der Position Gustav Noskes zu, der die »Verteidigung des Vaterlands im Fall eines Angriffskrieges gegen Deutschland« fordert, und lehnt einen Gegenantrag der Linken ab. Die Debatte wird entscheidend von den »zentristischen« Kräften bestimmt, die im Namen des Erhalts der Einheit der Partei gegen die linke Opposi­tion auftreten.

1942, 13. September: Die faschistische Offensive zur Eroberung von Stalingrad beginnt. Die Hitlerwehrmacht durchbricht den inneren Verteidigungsgürtel der Stadt und dringt bis zur Wolga vor, kann jedoch die Stellungen der Roten Armee in der Stadt nicht einnehmen.

1957, 15. September: Mit der Parole »Keine Experimente« erringt die CDU/CSU bei den dritten Bundestagswahlen 50,2 Prozent der abgegebenen Stimmen und damit ihr bis dahin bestes Ergebnis. Die beiden konservativen Parteien verfügen im Parlament über die absolute Mehrheit. Die SPD kann ihr Ergebnis auf 31,8 Prozent steigern, bleibt aber weiterhin weit abgeschlagen. Die FDP muss Verluste hinnehmen und erhält 7,7 Prozent der Stimmen. Die im August 1956 vom Bundesverfassungsgericht verbotene KPD konnte nicht zu den Wahlen antreten. Da die CDU in einigen Wahlkreisen auf die Aufstellung von Direktkandidaten verzichtet hat, gelingt der Deutschen Partei, die an der Fünfprozenthürde scheitert, per Direktmandat trotzdem der Sprung in den Bundestag. Die CDU/CSU bildet daraufhin gemeinsam mit ihr die neue Regierung.

1957, 17. September: Die aus der »Bewegung des 26. ­Juli« hervorgegangene Guerilla um Fidel Castro und Che Guevara, die seit Ende 1956 den bewaffneten Kampf gegen das kubanische Batista-Regime führt, gelingt bei Pino del Agua in der im Süden Kubas gelegenen Sierra Maestra mit dem Überfall auf eine Lastwagenkolonne der Armee ein wichtiger militärischer Erfolg. Die Aktion macht die Guerilla im ganzen Land bekannt und festigt ihren Ruf als schlagkräftige militärische Kraft.

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