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Rechtsterrorismus

Terrorrazzia: Komplize war AfD-Mitglied

Bei Ermittlungen gegen eine mutmaßliche rechte Terrorzelle rund um den inhaftierten Oberleutnant Franco Albrecht haben die Fahnder nach Spiegel-Informa­tio­nen Kontakte zur AfD entdeckt. Es gebe eindeutige Hinweise darauf, dass Albrechts Komplize Maximilian T. Mitglied der AfD sei, berichtet das Magazin in seiner neuen Ausgabe. Die Bundeswehr-Soldaten sollen mit einer am Wiener Flughafen versteckten Pistole einen Angriff auf Politiker geplant haben.

Ein AfD-Pressesprecher bestätigte dem Spiegel demnach die Parteimitgliedschaft. T. diente wie Franco Albrecht als Oberleutnant beim Jägerbataillon 291 der Bundeswehr im französischen Illkirch. Gegen T. war Mitte Mai Haftbefehl erlassen worden. Anfang Juli war er aber wieder auf freien Fuß gekommen.

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Nach einer Razzia am 28. August in Rostock und dem Rücktritt eines AfD-Abgeordneten hatte der Linke-Politiker André Hahn von der Bundesregierung Aufklärung gefordert. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen einen Polizisten aus Mecklenburg-Vorpommern wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. »Sowohl die Terrorrazzia vom vergangenen Montag als auch die Berichte rund um den ehemaligen AfD-Abgeordneten Arppe habe ich mit höchster Dringlichkeit auf die Tagesordnung des Parlamentarischen Kontrollgremiums für die Geheimdienste (PKGr) am kommenden Montag setzen lassen«, erklärte Hahn, der für die Fraktion Die Linke stellvertretender Vorsitzender des PKGr ist, am vergangenen Freitag in einer Mitteilung. Hahn weiter: »Diese Berichte sind erschreckend und bedrohlich zugleich. Die Bundesregierung muss dringend die Frage beantworten, ob sich nicht neuerlich rechte Terrornetzwerke gebildet haben, die womöglich vom Untergrund bis hin zu Anwälten, Soldaten und Polizisten reichen.« Offenbar spanne sich das rechte Terrornetzwerk, dessen Teil auch Franco Albrecht war, über die ganze Republik, so Hahn. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.09.2017, Seite 3, Schwerpunkt

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