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»Schleuserprozess« in Berlin vertagt

Berlin. Vier mutmaßliche Schleuser müssen sich seit Dienstag vor dem Landgericht Berlin verantworten. Die aus dem Libanon stammenden Berliner sollen gewerbs- und bandenmäßig Flüchtlinge aus dem arabischen Raum illegal von Österreich nach Deutschland geschmuggelt haben. Laut Anklage wurden jeweils bis zu zwölf zumeist aus Syrien und dem Irak stammende Flüchtlinge in Fahrzeugen über die Grenze gebracht.

Der erste Prozesstag kam nicht über die Verlesung der Anklage hinaus. Die Verteidiger rügten zum Auftakt die Besetzung des Gerichts, die Richter vertagten daraufhin die Verhandlung. Bis zum 22. August wollen sie über den Antrag entscheiden. Den Angeklagten drohen ein bis zehn Jahre Haft. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.08.2017, Seite 4, Inland

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