Gegründet 1947 Sa. / So., 21. / 22. Mai 2022, Nr. 118
Die junge Welt wird von 2629 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 14.08.2017, Seite 15 / Politisches Buch

Neu erschienen

Marxistische Blätter

Die aktuelle Ausgabe der Marxistischen Blätter beschäftigt sich in ihrem Themenschwerpunkt mit dem Rechtsruck in Europa und Lateinamerika. Anton Latzo erläutert die verschiedenen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus in den Ländern Osteuropas. Der Soziologe Achim Bühl nähert sich analytisch dem »Rassismus als Machtverhältnis« und Carolus Wimmer von der venezolanischen KP schildert unter dem Titel »Volksfront vs. Faschismus in Venezuela« die Sicht seiner Partei auf den dortigen Konflikt. Der Imperialismus versuche »verlorenen politischen und wirtschaftlichen Spielraum zurückzugewinnen«. Außerhalb des Schwerpunkts verweist Nina Hager auf die Aktualität von Lenins Schrift »Der ›linke Radikalismus‹, die Kinderkrankheit im Kommunismus«. Ulrich Sander zeigt die historische Kontinuität faschistischer Netzwerke innerhalb der Bundeswehr auf, Herbert Münchow erinnert an den im Juni verstorbenen kritischen Kommunisten Theodor Bergmann und Murat Cakir liefert eine zahlenbasierte Analyse des Verfassungsreferendums in der Türkei. (jW)

Marxistische Blätter, 4/2017, 148 S., 9,50 Euro, Bezug: Marxistische Blätter, Hoffnungstr. 18, 45127 Essen, Telefon: 0201/236757, E-Mail: redaktion@marxistische-blaetter.de

Big Business Crime

In der vom Verein »Business Crime Control« herausgegebenen Zeitschrift zu »Theorie, Praxis und Kritik der kriminellen Ökonomie« untersucht Benedict Ugarte Chacón anhand des Abschlussberichts des Cum/Ex-Untersuchungsausschuss das Handeln und Unterlassen staatlicher Stellen in dem Skandal um einmalig gezahlte, aber mehrfach vom Staat zurückerstattete Kapitalertragssteuern und stellt ein milliardenschweres Versagen fest. Joachim Maiworm schildert die Geschäftsstrategien börsennotierter Konzerne auf dem Wohnungsmarkt und Gerd Bedszent macht kritische Anmerkungen zur »abstrusen Debatte« um »gierige Banker« und »kriminellen Kapitalismus« im Zuge der vor zehn Jahren ausgebrochenen globalen Finanzkrise. Außerdem zeigt Rudolph Bauer auf, wie sich der Bertelsmann-Konzern mit Hilfe seiner Stiftung und seiner Tochterunternehmen Einfluss auf das Gesundheitssystem und den Bildungsbereich sichert. (jW)

Big Business Crime, 3/2017, 52 S., 6 Euro, Bezug: Business Crime Control e. V., Postfach 1575, 63465 Maintal, E-Mail: redaktion@businesscrimecontrol.org

Mehr aus: Politisches Buch