-
09.08.2017
- → Sport
Kapitän Ruschel
Barcelona. Der brasilianische Klub Chapecoense, der durch einen Flugzeugabsturz am 28. November im kolumbianischen Medellín traurige Berühmtheit erlangte, ist am Montag abend beim FC Barcelona angetreten. 19 Spieler waren bei dem Unglück ums Leben gekommen, drei hatten überlebt. Nur einer kann nach komplizierten Operationen wieder spielen: Alan Ruschel führte das Team am Montag im Camp Nou als Kapitän aufs Feld. Nach 35 Minuten wurde er ausgewechselt. Es gab anhaltenden Beifall. Barça gewann das Spiel um den Joan-Gamper-Cup, der nach dem Schweizer Hans-Max Gamper benannt ist, der 1899 den FC Barcelona gegründet hatte.
Am Rande schimpfte Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu über Neymar, der für 222 Millionen Euro Ablöse zu Paris St. Germain (PSG) gewechselt ist: »Die Art, wie er gegangen ist, hätte besser sein können«, erklärte der 54jährige. »So benimmt sich kein Spieler des FC Barcelona. Wir sind ein Klub mit einer 118jährigen Geschichte, der auf Spieler wie Kubala, Maradona, Cruyff, Schuster und Ronaldinho zählen konnte und 140.000 Mitglieder hat. Barça gehört uns und den Mitgliedern und keinem Scheich, Multimillionär oder Oligarchen.« Für den Verein seien »Loyalität und Treue« sehr wichtig. PSG gehört seit 2011 dem katarischen Staatsfonds »Qatar Investment Authority«. (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
