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Sanktionen trotzen: Russen bleiben hart

Moskau. Zu dem seit 2014 geltenden russischen Importverbot für westliche Lebensmittel wegen der zuvor verhängten Sanktionen von EU und USA im Ukraine-Konflikt schreibt die Moskauer Zeitung Wedomosti am Dienstag: »Die russischen Gegensanktionen haben zwei Ziele: innenpolitische PR und die Schaffung guter Voraussetzungen für russische Produzenten. Die Kosten wurden durch einen Anstieg der Preise und einen Rückgang der Qualität an die Verbraucher weitergegeben.

Drei Jahre Embargo zeigen, dass sich die Verbraucher daran gewöhnt haben. (…) Für die Mehrheit (der Konsumenten) wurden die Sanktionen (…) vor allem von der Suche nach Feindbildern angestoßen. Die russische Antwort darauf wird als richtig wahrgenommen. Das Prestige ist wichtiger als die Lebensqualität, und in absehbarer Zukunft wird sich das kaum ändern.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.08.2017, Seite 9, Kapital & Arbeit

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