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Fußball

Brutalo-Monopoly

Mönchengladbach. Der AC Mailand investiert mal eben 200 Millionen Euro, der FC Chelsea holt für 80 Millionen Álvaro Morata (bisher Teilzeitkraft bei Real Madrid), und innerhalb Englands wechselt ein gewisser Kyle Walker (nie gehört) für 57 Millionen Euro den Verein. »Was sich auf dem Transfermarkt abspielt, ist Wahnsinn, wie Monopoly«, sagte Gladbach-Manager Max Eberl dem Kicker. Gladbachs Weltmeister Christoph Kramer ergänzte gegenüber dem Sportinformationsdienst, es sei »schon brutal, was für Summen da im Raum stehen. Wenn jetzt Paris St. Germain 222 Millionen für Neymar bietet, das ist unwirklich. (…) Kein Mensch der Welt ist mehrere Millionen wert.« Reguliert wurde immerhin der chinesische Markt. Investierte die Super League im Winter noch 402,5 Millionen Euro, waren es im Sommer bislang nur 28,5 Millionen. Seit Juni ist eine Steuer von 100 Prozent der Ablösesumme fällig, erklärtes Ziel der Regierung: »irrationale Ausgaben« eindämmen. In Europa geht die Zockerei derweil munter weiter. »Das ist ein Brutalo-Kapitalismus, der gelebt wird. Anscheinend ist es so gewollt«, sagte Trainer Christian Streich vom SC Freiburg. (sid/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.07.2017, Seite 16, Sport

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