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K. Kollwitz ohne I. Berndt

Das Berliner Käthe-Kollwitz-Museum hat keine Chefin mehr: Die Kunsthistorikerin Iris Berndt hört auf, meldeten Tagesspiegel und Berliner Zeitung Ende vergangener Woche. Hintergrund ist ein Streit um den künftigen Standort des privaten Museums. Im Oktober läuft dessen Mietvertrag aus. Geht es nach den Plänen des Hausbesitzers Bernd Schulz soll das Museum aus der Villa in der Fasanenstraße in Charlottenburg nach Neukölln umziehen, weil Schulz im Haus lieber ein Exilmuseum unterbringen möchte, wie die Berliner Zeitung berichtete. Das Kollwitz-Museum hatte erst am 8. Juli den 150. Geburtstag seiner Namensgeberin gefeiert. Zu diesem Zweck war Iris Berndt auch nach Kaliningrad, dem früheren Königsberg und Geburtsort von Kollwitz, gereist. Mit dabei war der frühere Berliner Bürgermeister Eberhard Diepgen, der dem Trägerverein des Museums vorsteht. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.07.2017, Seite 11, Feuilleton

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