-
30.06.2017
- → Feuilleton
Am Rad gedreht
Frank Castorf hält eine »gesunde Feindschaft« zwischen Theater und Publikum für nötig. »Wichtig für die Volksbühne war, dass man den Zuschauer nicht nur mag, sondern auch hasst«, sagte Castorf dem Stadtmagazin Tip: »Man braucht Konflikte, um sich verständigen zu können. Das gilt sicher auch für die Gesellschaft als ganze. (…) Wenn wir an der Volksbühne etwas hassen, ist es der Konsens. Gegen diese Gier nach Übereinstimmung kann sich auch der Konflikt mit dem Zuschauer richten.« Nach Gastspielen in Avignon, Montpellier und Barcelona wird Castorf Mitte Juli nach 25 Jahren an der Volksbühne von einem belgischen Kulturmanager abgelöst. Nach Avignon soll das auf dem Theatervorplatz stehende »Räuberrad« mitreisen. Es werde anschließend saniert, teilte die Senatskulturverwaltung mit. (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
