Zum Inhalt der Seite

Bahrain sperrt ARD-Reporter aus

Köln. Der ARD-Journalist Robert Kempe darf nicht zum 67. FIFA-Kongress nach Bahrain einreisen. Das teilte der zuständige Westdeutsche Rundfunk (WDR) am Dienstag mit. Das bahrainische Ministerium für Information habe dem Reporter die Teilnahme am 11. Mai verweigert. »Dies ist ein massiver Eingriff in die Pressefreiheit durch die bahrainischen Behörden«, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky laut Mitteilung. Eine Begründung liege der ARD nicht vor.

Die FIFA ist laut ARD über das Einreiseverbot informiert worden, habe aber den Zugang für Kempe nicht ermöglichen können. »Wir bedauern, dass unsere Versuche erfolglos geblieben sind«, habe der Weltfußballverband der ARD mitgeteilt. Kempe hatte sich nach ARD-Angaben in der Vergangenheit kritisch mit Mitgliedern der Königsfamilie des Golfstaats auseinandergesetzt, die in führenden sportpolitischen Funktionen tätig sind. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 11.05.2017, Seite 15, Medien

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!