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Der Suff ist sicher

Der Alkoholkonsum in der Bundesrepublik hat sich in den letzten Jahren kaum verändert. Das sagt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen bei der Vorstellung des »Jahrbuchs Sucht 2017« Anfang April in Berlin. In den Jahren 2015/2016 wurden in Deutschland knapp zehn Liter reinen Alkohols pro Kopf getrunken, Säuglinge und Senioren über 90 nicht mitgerechnet. Die Apotheker raten zu Mäßigung und empfehlen, nicht die ganze Menge auf Ex zu trinken. In Abstimmung mit dem Hausarzt sollte der Stoff in gleichmäßigen Dosen über ein bis zwei Tage verteilt eingenommen werden.

Insgesamt 3,38 Millionen Erwachsene in Deutschland waren laut Zahlen des Statistischen Bundesamts im Jahr 2016 von einer Alkoholabhängigkeit betroffen. Beim europäischen Bodycount-Ranking (zählt die Alkoholleichen am Vatertag) zeigt Deutschland noch gewisse Schwächen und belegt nur einen enttäuschenden Platz im untersten Drittel. Die Mitfavoriten Moldawien (16,8 Liter reiner Alkohol pro Kopf) und Beloruss­land (17,5 Liter pro Kopf) sind da wesentlich besser aufgestellt. Hier gibt es für die BRD noch Luft nach oben.

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Im Vergleich zu skandinavischen Ländern (Dänemark, Schweden) ist das Sterben infolge von Alkoholmissbrauch hierzulande immer noch ziemlich preiswert und deutlich günstiger als dort. Daran hat auch die weltweit niedrige Zinspolitik der Finanzdienstleister nichts geändert. Alkoholpreise sind laut Gesundheitsministerium sicher (genauso, wie die Renten) und bleiben stabil.

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.04.2017, Seite 11, Feuilleton

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