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Diyarbakir: Explosion in Polizeikaserne

Diyarbakir. Fünf Tage vor dem Referendum über die Einführung eines Präsidialregimes in der Türkei wurde die kurdische Metropole Diyarbakir im Südosten der Türkei von einer schweren Explosion erschüttert. Die gewaltige Detonation ereignete sich am Dienstag auf dem Gelände einer Polizeikaserne im Stadtteil Baglar. Laut Medienberichten gab es mindestens einen Toten und mehrere Verletzte. Zu der Explosion kam es nach Angaben von Innenminister Süleyman Soylu während der Reparatur eines Panzers. Ein Fremdverschulden sei nach derzeitigem Erkenntnisstand auszuschließen.

Dem widersprach der im deutschen Exil lebende Abgeordnete der linken und prokurdischen Demokratischen Partei der Völker (HDP), Faisal Sariyildiz. Als Ingenieur wisse er, dass eine solche Explosion nicht durch einen Panzer verursacht werden könne, erklärte er per Twitter. Angesichts der Erfahrungen mit der schmutzigen Politik der Regierungspartei AKP stelle sich die Frage, was mit einer solchen Menge Sprengstoff kurz vor dem Referendum geplant gewesen sei.

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.04.2017, Seite 7, Ausland

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