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Doping

Aus der Zeit der »Kolbe-Spritze«

Frankfurt am Main. Nach den neuen Enthüllungen zum Doping in der westdeutschen Leichtathletik durch eine Dissertation des Pharmazeuten Simon Krivec an der Uni Hamburg hat jetzt auch der frühere Kugelstoßer Gerhard Steines über die Einnahme von Anabolika in seinem Blog berichtet. Vor ihm hatten sich schon die Diskuswerfer Alwin Wagner und Klaus-Peter Hennig öffentlich gemeldet. Der ehemalige Mittelstreckenläufer Willi Wülbeck hat diese Geständnisse begrüßt. Er selber habe bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal sowie bei verschiedenen sportmedizinischen Untersuchungen die sogenannte Kolbe-Spritze angeboten bekommen und abgelehnt. Bei der »Kolbe-Spritze« handelte es sich um eine Injektion leistungssteigender Substanzen, die zur damaligen Zeit nicht verboten waren. Benannt ist die Spritze nach dem deutschen Ruderer Peter-Michael Kolbe, der eine solche Injektion vor dem Einer-Finale der Olympischen Spiele 1976 in Montreal erhalten hatte und vermutlich durch die Nebenwirkungen kurz vor dem Ziel eingebrochen war. (dpa/sid/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.03.2017, Seite 16, Sport

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