Zum Inhalt der Seite

Partei »Die Rechte« wirbt für »N.S. Heute«

Bielefeld. Die neofaschistische Partei »Die Rechte« rührt seit einigen Tagen die Werbetrommel für ein Magazin namens »N.S. Heute« (»Nationaler Sozialismus heute«), das laut Impressum von ihrem NRW-Landesvorsitzenden Sascha Krolzig in Bielefeld herausgegeben wird. Titelthema der Ausgabe März/April 2017 ist der Dortmunder Stadtteil Dorstfeld, der zunächst von Antifaschisten und Medien als »Nazikiez« bezeichnet wurde, was den braunen Aktivisten dann aber so gut gefiel, dass sie es selbst übernommen haben. Allerdings soll es unter dem Motto »Weltanschauung, Bewegung, Leben« auch um idyllischere Gefilde gehen, wie Krolzig und Konsorten im Netz ankündigten: »Unser Vaterland hat so viel Schönes zu bieten, das die Demokraten (noch) nicht kaputtmachen konnten: Denkmäler, Wälder, Berge, Seen und einen reichhaltigen Kulturschatz«. Man habe sich aber »bewusst für einen offensiven und provokanten Titel entschieden«, denn es werde »viel zu oft um den heißen Brei herumgeredet« und die Selbstbezeichnung »Nationaler Sozialist« oder gar »Nationalsozialist« vermieden. (jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 29.03.2017, Seite 15, Antifaschismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!