Zum Inhalt der Seite

Klinikum lobt Prämie für Streikbrecher aus

Brandenburg an der Havel. Die Gewerkschaft ver.di hat dem Städtischen Klinikum Brandenburg vorgeworfen, eine Streikbruchprämie ausgelobt zu haben, um einen etwaigen Ausstand der Belegschaft zu unterlaufen. In einem Schreiben hat sich die Klinikführung an die Beschäftigten gewandt. Darin wird den Angestellten eine Prämie von 60 Euro täglich für den aktiven Streikbruch geboten. Wörtlich heißt es in dem jW vorliegenden Papier: »Ich sage Ihnen als freiwillige Arbeitgeberleistung eine Streikbruchprämie als einmalige Zahlung (…) zu.« Das Papier ist unterzeichnet von der Geschäftsführerin Gabriele Wolter. Die Gewerkschaft ver.di sprach von »fragwürdigen Moralvorstellungen der Geschäftsführung«. (jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 29.03.2017, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!