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Spannend: Obamas machen Kasse

New York. Guantanamo nicht geschlossen, als Friedensnobelpreisträger den Drohnenkrieg ausgeweitet, die versprochene Krankenversicherung ziemlich verpatzt: Der ehemalige US- Präsident Barack Obama hat sich einiges geleistet – und wird sich zukünftig noch mehr leisten können. Denn er und seine Frau Michelle haben einen neuen Buchvertrag. Die weltgrößte Verlagsgruppe Penguin Random House gab am Dienstag (Ortszeit) bekannt, dass sie die angeblich mit Spannung erwarteten Bücher beider Oba­mas herausgeben werde, wie US-Medien übereinstimmend berichteten.

Der Verlag, dessen Hauptanteilseigner Bertelsmann in Gütersloh sitzt, sicherte sich demnach bei – kein Witz – einer Versteigerung die weltweiten Rechte an den Werken. Einem Bericht der Londoner Financial Times zufolge will der Konzern dafür mehr als 65 Millionen US-Dollar (etwa 61 Millionen Euro) zahlen. Das sei ein Rekord für die Memoiren eines früheren US-Präsidenten, hieß es. Es gilt als üblich, dass US-Präsidenten nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt ihre Memoiren (ohne Staatsgeheimnisse) veröffentlichen. Ihre Ehefrauen machen das seltener. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.03.2017, Seite 15, Medien

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