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China streicht Jobs bei Stahl und Kohle

Beijing. Angesichts massiver Überkapazitäten sollen in der chinesischen Stahl- und Kohleindustrie in diesem Jahr eine halbe Million Jobs wegfallen. Den betroffenen Beschäftigten werde die Teilnahme an einem Vermittlungsprogramm oder ein vorzeitiger Ruhestand angeboten, teilte der zuständige Minister Yin Weimin am Mittwoch mit. Die Regierung hatte im vergangenen Jahr angekündigt, die Zahl der Arbeitsplätze in der Stahl- und Kohleindustrie um insgesamt 1,8 Millionen zu reduzieren.

Im vergangenen Jahr waren 726.000 Jobs gestrichen worden. Dies sei »reibungslos« gelaufen, erläuterte Yin. Es habe keine »großen Konflikte oder Probleme« gegeben. In der Vergangenheit hatte es in China aber sehr wohl Proteste von Arbeitern gegeben. So gingen beispielsweise im vorigen April Hunderte Stahlarbeiter in der nördlichen Provinz Hebei nach ihrer Entlassung auf die Straße. Im Lande wird mehr als die Hälfte des weltweit hergestellten Stahls produziert. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.03.2017, Seite 9, Kapital & Arbeit

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